Vorsicht bei Selbsttherapie mit Tamiflu
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Die Grippe Panik geht in der deutschen Bevölkerung um. Die Medien sind an dieser Situation nicht ganz unschuldig, sie waren diejenigen, welche die Glut geschürt haben. Viele Menschen versuchen sich deshalb für den Notfall mit dem Grippemittel Tamiflu einzudecken.
Aus aktuellem Anlass warnen deshalb die Verbraucherschützer und Apotheker vor dem illegalen Kauf des Grippemedikamentes Tamiflu über das Medium Internet.
Das Medikament Tamiflu ist gegen die Schweinegrippe (H1N1) wirksam und darf nur von Ärzten verschrieben werden und sollte nicht ohne ärztliche Kontrolle zur Therapie eingesetzt werden.

Wird das Grippemedikament Tamiflu unkontrolliert und in Eigentherapie eingenommen, können erhebliche Gesundheitsrisiken auftreten, dies befürchtet das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker.
"Wer eine normale Grippe mit Tamiflu behandelt, läuft Gefahr, nicht mehr erfolgreich gegen Schweinegrippe therapiert werden zu können", diese Aussage machte die Gesundheitsexpertin Mona Tawab in Berlin am vergangenen Montag.
Patienten, die diese Hinweise nicht beherzigen, laufen Gefahr eine Resistenz zu entwickeln.
Weiterhin bestehe die Gefahr, dass man ein gefälschtes Medikament im Internet kauft.
Die Medien schüren die Panik vor der Schweinegrippe, um ihre Auflagenzahlen zu steigern und die Einschaltquoten zu sichern.
Aber auch skrupellose Geschäftsleute nutzen die Angst der Menschen vor der Schweinegrippe aus, um ihren Profit zu steigern. Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, kritisierte diese Praxis und ist sehr besorgt über die derzeitige Situation.
Bei dem Medikament Tamiflu handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Grippemittel des Pharmaherstellers Roche.
Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte schon vor illegalen Grippemitteln aus dem Internet gewarnt.